Fallaufstellung

im beruflichen Kontext

Lösungsorientiert und Systemisch!

 

Pädagogische oder therapeutische Fachkräfte können über diesen Weg die Probleme ihrer Probanden/Klienten und deren Familienmitglieder durch Stellvertreter/innen aufstellen und somit neue, häufig unvorhersehbare Erkenntnisse für weitere Interventionsschritte und entwicklungssfördernde Massnahmen erhalten. Die stellvertretenden Personen empfinden und artikulieren im Aufstellungs- und Energiefeld ähnlich wie die Probanden und deren Familienmitglieder (s. Familien- und Systemaufstellung). So erhalten alle Beteiligten gewinnbringende Informationen wie z. B.:

  • Einblick in die Dynamik der Familiensysteme, deren negativen und positiven Bindungen 
  • Wie fühlen sich die Probanden/Klienten, woher und durch wenn kommen die Symptone?

  • Wie und durch wen können diese Schwierigkeiten reduziert oder gelöst werden?

  • Welche Ressourcen u. Entwicklungspotentiale gibt es für jeden einzelnen?

  • Was sind förderliche Interventionsschritte?

  • Wo ist ein guter, förderlicher Platz für den Probanden?
  • Muss es im Interesse weiterer Planungen eine Vernetzung u. Kooperation von außen geben?

Nach dem Aufstellungs- und Lösungsprozess werden zum Schluß gemeinsam Interventionsschritte angeregt und festgelegt. Ferner wird geklärt, ob eine Vernetzung und Unterstützung mit anderen relevanten Institutionen sinnvoll erscheint.

Neben den Fachkräften können Probanden (ab ca. 12 Jahren) je nach Entwicklungsstand), Familienangehörige oder übergreifende Fachkräfte wie z.B. Mitarbeiter/innen von Jugendämtern den Aufstellungsprozess als passiv Teilnehmende verfolgen, falls die Fachkräfte und Familien das wünschen, und es als sinnvoll erachtet wird.